Die schöpferischen Ahnen
Die schöpferischen Ahnen
Erstaunlich die Offenheit, mit der menschliche Schwächen wie Lüge, Betrug, Diebstahl und Mord, in den Fabeln oder Legenden auf Tier-Menschen übertragen, dargestellt sind.
Schöpferische Ahnen der Traumzeit, die Regenbogenschlange
Foto: Dieter Tischendorf
Das Bemühen des Aboriginal People die Vielfalt der Jetztzeit mit erträumten Ereignissen der Vergangenheit zu erklären, hat zu erstaunlichen Geschichten und Legenden geführt. Nicht alle haben die Ureinwohner preisgegeben. Aber die uns bekannten Geschichten sind so interessant, dass eine Auswahl hier zum Lesen angeboten wird.
Und viele Geschichten sind, da von den einst 300 verschiedenen Sprachen zu Zeiten von Cook nur noch rund 100 erhalten blieben, wohl unweigerlich verloren. Ebenso wie die Ureinwohner wohl niemals wieder die Bevölkerungszahlen von 1788, nämlich zwischen 750.000 bis 3 Millionen, erreichen. Erst dem deutschen Forscher Ludwig Leichhardt ist es zu verdanken, dass man seit 1845 um die Vielfalt der Sprachen weiß. Er hatte in kluger Voraussicht einen Ureinwohner als „Dolmetscher“ in sein Forschungsteam aufgenommen. Doch bereits wenige 100 Kilometer westlich der Ostküste konnte dieser sich mit den dortigen Stämmen schon nicht mehr verständigen.