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Vom Tod des Eidechsen Mann

Der Eidechsenmann und seine Frau brachen auf, um an die südliche See zu wandern. Die Frau war jung und schön und hatte eine viel hellere Haut als ihr Mann. Sie überquerten Sümpfe und Flüsse, bis sie bei einem Berg halt machten. Dem Berg bei Middle Bore. Dort verbrachten sie die Nacht. Am nächsten Morgen kamen sie am Lager von ein paar Dingos vorbei, wo eine Mutter einen Wurf von jungen Hunden säugte.

„Welch glücklicher Zufall“ sagte der Eidechsenmann. „Ich werde mich an diese Hündchen erinnern und sie später essen.“
Das Paar wanderte weiter, vorbei an Oodnadatta, vorbei am Lake Eyre und gelangte bei Port Augusta ans Meer. Ein scharfer Wind wehte vom Meer herüber, und die Eidechsenfrau fror und begann zu zittern. Er sah auf einer Landspitze in der Nähe das Lagerfeuer von ein paar Bewohnern des Südens brennen und sagte zu seiner Frau. „Geh hinüber zu diesen Leuten und borge dir einen Feuerstock.“

Sie ging, doch einer der Männer aus dem Süden, dem es nach ihrer helleren Haut gelüstete, verführte sie. Und sie willigte anschließend ein, bei ihm zu bleiben. Er machte daraufhin seine eigene Frau heller, indem er sie von Kopf bis Fuß mit gelbem Ocker einschmierte. Dann schickte er sie mit dem Feuerstock zu dem einsamen Wanderer. Erst als die Ockerfarbe abgegangen war, entdeckte der Eidechsenmann seinen Verlust. Er stampfte mit den Füssen auf. Vor Zorn schwollen die Adern an seiner Stirn mächtig an. Doch was sollte er als ein Fremder in einem fernen Land tun. Er war er machtlos und konnte keine Rache nehmen.

Unglücklich machte er sich mit seiner hässlicheren Ersatzfrau auf den Heimweg. Unterwegs hielt er an, um die Dingo Welpen zu töten und zu verspeisen, aber sie verursachten ihm Verdauungsstörungen und machten ihn krank. Als sie erneut den Berg bei Middle Bore erreichten, legte er sich hin und starb.

Vom Tod des Eidechsen Mann Gelber Ocker - Vom Tod des Eidechsen Mann Foto: Dieter Tischendorf
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