Ancestor Tjilbruke
The important Ancestor Tjilbruke
Das Kaurna People in den Adelaide Plains verehrt Tjilbruke (auch Tjirbruki) als einen der wichtigsten Ahnen im Bestehen des Volkes. So berichten die Überlieferungen von seinen Verdiensten. Es war zu der Zeit, in der alle Menschen im Einklang miteinander lebten. Die Völker trieben Handel untereinander. Und Gesetze regelten ihr Leben. Das Gesetz war einst ins Land gebracht worden. „Old Tjilbruke“ lebte damals wie viele andere. Ein gewöhnlicher Mann, ohne besondere Vorteile, der sich an die Gesetze hielt und deren Einhaltung überwachte. Er war einst aus dem Süden gekommen, nachdem das Wasser das Land überflutete.
Sein geliebter Neffe war während der Jagd getötet worden, weil er das Gesetz gebrochen hatte. Er tötete eine Emu Frau. Also kam Tjilbruke hierher, um dessen Körper zu holen und ihn hinunter nach Parri (Wasserlauf), wie die Kaurna Ureinwohner früher die Fleurieu Pensinsula nannten, zu bringen.
Seinen Weg, den er entlang der Küste mit dem Körper des toten Neffen ging, kann man als „Tjilbruke Trail“ noch heute gehen. Der Name wird von den Ethnologen für falsch gehalten. Besser wäre nach deren Meinung in „Tjirbruki Dreaming Tracks” zu nennen, denn er ist eine Reise in die Vergangenheit der Erfahrungen eines Volkes der Jäger und vermittelt historische Gegebenheiten aus der viele tausend Jahre alten Geschichte der Ureinwohner.
Bei Marion, einem südlichen Vorort von Adelaide, befindet sich, nahe dem Sturt River, ein heiliger Platz des Kaurna People, Wari Pari. Von hier begann Tjilbruke die Reise mit dem getöteten Neffen. Der Ort heißt heute „Warriparinga“ und beherbergt ein Kulturzentrum der Völker der Kaurna, der Peramangk und der Ngarrindjeri Ureinwohner.
Die Legende berichtet, dass der Weg, der entlang der Küste oder aber in deren unmittelbarer Nähe führt, getränkt ist von den Tränen der Tjilbruke. Er hat auf der Reise jede Nacht ab Sonnenuntergang schmerzliche Tränen um seinen Neffen vergossen, aus denen die vielen Wasserläufe wurden So sollen die vielen Quellen auf der wasserreichen Halbinsel entstanden sein.
Viele Erinnerungssteine und Tafeln markieren diesen historischen Weg. Tafeln und Steine, die dem Wanderer die Natur aus Sicht der Ureinwohner erklären. So bekommen die Besucher den Busch, die Tiere, die Chancen im Busch zu überleben und die Bedeutung des Flusses für das Kaurna Volk erläutert. Wichtige bisher nur mündlich überlieferte Informationen aus der Vergangenheit sind so festgeschrieben. Eigentlich endet der Track bei Rapid Bay, wo der Yattagolinga River in den Gulf St. Vincent mündet. Aber wohl aus touristischen Erwägungen wird er bis an den Platz der Fähre von Port Jervis weitergeführt.
Foto: Dieter Tischendorf
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